Und es begab sich, dass der Krieger des Lichts auf seiner Wanderung an ein Dorf vorbei kam, dessen Menschen unglücklich waren. Da sprach er zu den Menschen: "Versammelt euch und kommt zu mir!" Als sich alle Menschen um den Krieger des Lichts scharrten, rief er in die Menge: "Ein jeder von euch trägt große Sorge in sich. Geht an das Meer und sucht nach den Steinen, die im Norden "Hühnergott" genannt werden. Ihr erkennt sie an ihrer schwarzen Farbe und dem Loch, was die See aus ihnen gespült hat. Jeder von euch soll sich einen Stein aussuchen, von dem er meint, dass er der Größe seiner Sorge entspricht. Ich werde alle Steine an einem Tau aufknüpfen und es mir um den Hals hängen und selbst ans Meer wandern, um mich in die nächste Flut zu stürzen. Ihr werdet sehen, dass ich ein großes Opfer bringe und mich selbst mit euren Sorgen ertränke, auf dass ihr sie nimmer mehr selbst tragen müsst!" Die Menschen begannen zu raunen. Der Krieger des Lichts aber ermahnte sie, sofort loszugehen. Drei Tage wartete der Krieger und als die Menschen zurückkamen, hielt kein einziger einen Stein in den Händen. So fragte er:" Was ist geschehen, habt ihr keine Hühnergötter gefunden?" "Doch," antwortete eine junge Frau, " wir fanden sie auf Anhieb! Und da wir sahen, dass jeder von uns einen unterschiedlich großen Stein in den Händen hielt, fragten wir einander danach. Wir begannen, uns unsere Sorgen gegenseitig zu erzählen und zu teilen. Und plötzlich erschienen uns unsere Sorgen viel leichter. Worauf wir neue Steine zu suchen begannen, kleinere. Anschließend redeten wir erneut und wieder erschien uns der Stein nicht angemessen zu sein. Am Ende fand niemand von uns einen Stein, der klein genug war, um unsere Sorgen zu beschreiben. So kamen wir mit leeren Händen." Da leuchtete der Krieger des Lichts wie die Sterne am Himmel und er rief:" Wie groß meine Freude ist, ihr kamt mit leeren Händen zurück, jedoch mit vollen Seelen!"